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Die Schwimmstrippe ist ein richtiger Alleskönner!

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Blinde, Seh- und Hör-behinderte und auch allgemein Körperbehinderte müssen die Schwimmstrippe sicherlich als eine Geschenk der Himmels empfinden!

Sie schenkt ihnen, die sonst beim Schwimmen immer auf eine Hilfskraft angewiesen ist, eine vollkommen neue Selbständigkeit und Freiheit in öffentlichen wie auch im privaten Bädern!

Sobald sie sich am Beckenrand "festgemacht" haben, sind sie von allen sonst herrschenden Unsicherheiten, unliebsamen "Begegnungen" und Gefahren befreit! Sie spüren den sanften Zug der Schwimmstrippe und schwimmen mit der diesen Menschen eigenen Sensibilität dagegen an

Das ist schon alles. Und kann den Behinderten so viel bedeuten

Rückkehr oder totales Neuererleben einer Selbstbestimmung und Selbständigkeit ohne fremde Hilfe!

 

Ich habe dieses Hilfsmittel zunächst für mich selbst entwickelt, da ich als begeisterter Rückenschwimmer immer wieder Anfeindungen erleben und Kollisionen mit anderen Schwimmern oder auch dem Beckenrand erleiden musste.

Es besteht - vereinfacht ausgedrückt - aus einem Hüftgurt, einer Gummischnur und einem Haftsauger, mit dem sich der Schwimmer an einer Fliese am Beckenrand zuverlässig fest macht. Ich nannte dieses Hilfsmittel "Schwimmstrippe".

Mit seiner Hilfe schwamm ich zwar auf der Stelle, war aber so aus den Positions-Kämpfen der anderen Schwimmer komplett herausgenommen. Ich konnte wunderbar entspannt schwimmen, mit der angenehmen Folge, dass ich mich komplett auf mein Schwimmen konzentrieren konnte. Es wurde zu einem unentbehrlichen Hilfsmittel für mich und viele andere Rückenschwimmer.

Nun ist ein Rückenschwimmer, was die Sicht in seine Schwimmrichtung angeht, im übertragenen Sinne "blind". Um wieviel hilfreicher musste dann die "Schwimmstrippe" für wirklich Blinde und Sehbehinderte sein!?

 

 

Lausitzer Rundschau

30. September 2009

Lokaler Sportteil

 

Zwei Deutsche Rekorde für Melanie Uduc (nach Training mit der Schwimmstrippe) 

Am Wochenende startete die sehbehinderte Melanie Uduc vom LTSV Forst beim 3. offenen BSNW-Cup in Remscheid. Dieser Wettkampf war eine Veranstaltung von Behinderten und Nichtbehinderten, die im gemeinsamen Wettstreit gegeneinander antraten und auch gemeinsam gewertet wurden. Über ein Punktesystem, dass bei den Nichtbehinderten sowie auch in den einzelnen Startklassen der Behinderten jeweils vom bestehenden Weltrekord ausgeht, konnten die erzielten Leistungen miteinander verglichen werden.
Es traten 242 Athleten aus 5 Bundesländern in Remscheid an. Als einzige Schwimmerin aus Brandenburg nahm die 13jährige Melanie Uduc aus Forst an dieser Veranstaltung teil.

Für Melanie bot dieser Wettkampf eine Chance zu überprüfen, ob sich das Training über die Sommerferien im eigenen Pool mittels einer Schwimmleine (gemeint ist die Schwimmstrippe, Anmerkung Uwe Hieronimi) gelohnt hat, oder ob diese etwas ungewöhnliche Trainingsform doch eher ungeeignet ist. 
Melanie wollte sich nicht weiter damit abfinden, dass in den Ferien kein Training im Verein möglich ist. Dazu kam noch, dass mit Beginn des neuen Schuljahres die Lagune in Cottbus für Wartungsarbeiten bis Oktober geschlossen wurde. Eine dreimonatige Trainingspause ist für Leistungssportler nicht gerade leistungsfördernd.

So überlegte Melanies Vater Bernd Uduc, wie diese Zeit zu überbrücken sei und stieß dabei auf die Schwimmstrippe. Er überlegte sich einen auf Melanie zugeschnittenen Trainingsplan und dieser wurde 3x wöchentlich während der Sommerferien (im hauseigenen Minipool, Anmerkung Uwe Hieronimi) durchgezogen. Jetzt waren sie natürlich gespannt, wie sich diese Trainingsform auf Melanies Leistung ausgewirkt hat.

5 mal ging die C-Jugendliche an den Start und erzielte dabei 4 persönliche Bestleistungen, wobei sogar 2 neue Deutsche Rekorde in der Startklasse der sehbehinderten Frauen heraussprangen. Ihren eigenen Deutschen Rekord über die 100m Brust steigerte die Forsterin auf 1.51.82 Min. Völlig überraschend kam der Deutsche Rekord über die 50m Rücken. Melanie verbesserte sich dabei um 1,22 Sekunden und konnte sogar den 3 Jahre alten Rekord auf 51,60 Sek schrauben. Mit dieser Leistung holte sie sich obendrein noch die Bronzemedaille in ihrer Altersklasse. Das zeigt, dass sich Melanie trotz ihrer Behinderung durchaus gegenüber ihren nichtbehinderten Konkurrentinnen behaupten kann. Zwei weitere persönliche Bestmarken stellte die talentierte Schwimmerin noch über 100m Freistil mit 1.37,12 Min und über die halbe Distanz in 42,51 Sek auf…. 

 

von Bernd Uduc

 

 

 

Lieber Herr Hironini,

 

gestern habe ich es endlich geschafft meine Schwimmstrippe zu testen.

Ich bin absolut begeistert!!!

Seit 25 Jahren konnte ich nicht mehr so frei schwimmen!!!

Als blinder mensch schwimmt man immer schön am Beckenrand und tastet in regelmäßigen Abständen mit den fingerspitzen nach dem Beckenrand um zu "sehen" ob man noch auf dem rechten weg ist und nun konnte ich einfach nur schwimmen, wie es mir gefiel!!!

Auch konnten mich die wilden Jugendlichen am anderen Beckenende nicht mit ihren kühnen Sprüngen vom Sprungbrett irritieren, denn ich war sicher angedockt und würde ihnen also nicht in die Quere kommen.

Für meinen Mann war der gestrige Badespaß ebenfalls sehr erholsam, da er ganz in Ruhe seine Bahnen schwimmen konnte ohne auf mich achten zu müssen.

 

Die Schwimmstrippe ist einfach genial!!!

...und ich bin sehr glücklich durch sie wieder die Freiheit und Leichtigkeit des Schwimmens erleben zu können.

 

Herzliche Grüße aus München,

 

Christine Klausen

 

Nachtrag 1 Monat später

 

Lieber Herr Hironimi,

 

...ich bin nach wie vor total begeistert von der Strippe! :-) :-)

Ich habe gerade auf Ihre Homepage geschaut und nun ist alles gut zu lesen!* vielen Dank. Jetzt fühle ich mich dort richtig wohl :-).

*es ging um die „Barrierefreiheit“ der Homepage

 

 

dies ist ein Rundbrief an einige wichtige Sehbinderten-Schulen bzw. Repräsentanten dieser Schulen.
Ich möchte mit diesem Brief auf die verbesserten Möglichkeiten hinweisen, an Blindenschulen innerhalb des Sportunterrichts dem Thema "Schwimmen" gerecht zu werden. Sie werden alle wissen - was ich als ehemaliger Hauptschullehrer nur vermuten kann - dass der Schwimmunterricht an Sehbehinderten-Schulen auf besondere Schwierigkeiten stößt: Die Angst vor dem Wasser kommt zusammen mit der Angst vor der Kollision mit Mitschülern oder dem Beckenrand.
Diese beiden Ängste können nun perfekt beherrscht werden und in unterrichtliche Lernerfolge umgesetzt werden dank einer jungen Erfindung meinerseits: Der "Schwimmstrippe", einem kleinen, 25,-Euro teuren "medizinischen Hilfsmittel", das dem Schüler die Ängste vor der Kollision komplett (und nachvollziebar) nimmt und dadurch auch die Angst vor dem Wasser relativiert.
Darüberhinaus gibt es dem Schüler ein Mittel an die Hand, mit dem er, wenn er sich privat damit ausstattet, vollkommen selbständig und vollkommen sicher am öffentlichen Badebetrieb teilnehmen kann, ohne seinerseits zu einer Belastung zu werden. Und das ein Leben lang!